Game-Based-Training

Game-Based-Training wird seit Jahrhunderten für die Wissensvermittlung angewendet. Die frühesten Beispiele für Game-Based-Training wurden für die Ausarbeitung von Szenarien-Planung in der militärischen Strategieausbildung im Mittelalter angewandt. Eine einfache Definition von Game-Based-Training ist die Wissensvermittlung in der Form eines Spieles. Das Spiel zeichnet sich dabei durch die Anwendung von verschiedenen Szenarien und Herausforderung aus und kreiert dabei eine positive Erfahrung.

Heute ist Game-Based-Training zu einer erfolgreichen Lernlösung für Soft Skills geworden. Obwohl Game-Based-Training äusserst effektiv in der Vermittlung technischer Inhalte ist, wird es selten dafür verwendet. Besonders die erhöhte Retention des vermittelten Wissens ist ein Kernmerkmal von Game-Based-Training-Lösungen.

Game-Based-Training und die kognitive Forschung

Aktuelle Ergebnisse aus der kognitiven Forschung geben Aufschluss, warum Game-Based-Training so effektiv in der Wissensvermittlung ist. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass man am nachhaltigsten lernt, wenn der Lernprozess selbst anstrengend ist. Wir würden uns erhoffen, es gäbe einen einfachen Weg um etwas zu lernen, aber leider ist dem nicht so.

Fürs Lernen gilt: es gibt keinen einfachen Weg. Einige Wege sind weniger hart als andere, aber alle sind hart.

Lernen ist anstrengend und zeitaufwändig

Aber warum ist das so? Warum muss Lernen hart und zeitaufwändig sein? Dies ist auf die Anatomie unseres Gehirns zurückzuführen. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues erlernen, muss sich das Gehirn anatomisch verändern und es werden neue neuronale Verbindungen geschaffen. Das Gehirn speichert die Erinnerungen und das Wissen in neuronalen Netzwerken. Wenn etwas Neues dazukommt, muss es sich verändern. Dies ist hart und anstrengend und wird leider nicht einfacher, je älter wir werden.

Strategien um Wissen effektiver aufzunehmen

Die kognitive Forschung hat jedoch einige Schlüsselstrategien identifiziert, die uns unterstützen, das Lernen und die Aufnahme von neuem Wissen effektiver zu gestalten.
Das Abrufen des neu erworbenen Wissens ist der Schlüssel, um es nachhaltig zu behalten.

Strategie 1: Neues Wissen abrufen

Drei Arten wie der Wissensabruf geübt werden kann:

  1. Persönliche Reflexion.

Reflektieren Sie das neu erlernte Wissen aus dem Gedächtnis ohne Hilfsmittel.

  1. Testen Sie Ihr Wissen.

Prüfungen messen nicht nur Ihre Lernleistung, sondern sind eine der erfolgreichsten Möglichkeiten das Wissen abzurufen und so nachhaltig zu behalten.

  1. Wiederholtes Abrufen Ihres Wissens.

Die wiederholte persönliche Reflexion und/oder wiederholte Testsituationen machen Ihre Erinnerungen langlebiger.

Strategie 2: Verarbeiten und assoziieren Sie Ihr neues Wissen

Das neue Wissen in einen grösseren Kontext zu stellen und es so zu verarbeiten hilft Ihnen, das neue Wissen zu verstehen und anzuwenden. Verbinden Sie das neu Gelernte mit anderen Assoziationen in Ihrem Gedächtnis.

Drei Arten wie Sie die Verarbeitung des neuen Wissens erfolgreich beschleunigen und verbessern können: 

  1. Verarbeitung in einem Team oder einer Studiengruppe.

Diskussionen über das neu erworbene Wissen mit Menschen in Ihrem Team ermöglicht es Ihnen, alle Aspekte des Themas zu verstehen und durch die Zusammenarbeit wird eine emotionelle Erfahrung generiert, mit der Sie das Wissen in Zukunft verbinden können.

  1. Wenden Sie das Wissen praktisch an, um ein Problem zu lösen.

Versuchen Sie es einfach! Wenden Sie Ihr Wissen an, um ein Problem zu lösen. Keine Angst vor Fehlern, denn Fehler verbessern den Lerneffekt und machen das Lernen noch nachhaltiger.

  1. Vermischen Sie Themen.

Vermischen Sie die Themen die Sie lernen. Je öfters Sie verschiedene Inhalte verknüpfen und versuchen sie anzuwenden, umso erfolgreicher wird das Wissen behalten.

Der Erfolg von Game-Based-Training ist auf die Umsetzung der skizzierten Strategien in das Trainingsdesign zurückzuführen. Die effektivsten Game-Based-Training Methoden beinhalten alle Strategien:

Emotionen als Katalysator, um sich die Inhalte langfristig zu merken

Neben der Verwendung der beschriebenen Lernstrategien erzeugt Game-Based-Training durch das Kreieren einer Spielsituation positive Emotionen. Positive Emotionen sind wichtig, die Inhalte zu verknüpfen und der Lernprozess wird dadurch als weniger anstrengend empfunden. In Team basierten Game-Based-Trainings wird oft beobachtet, wie das Team „Flow“ erlebt und dies nutzt, um den Lerneffekt während der investierten Zeit zu maximieren.

Fazit: Erzeugen Sie maximale Lerneffektivität durch Game-Based-Training

Game-Based-Training erzeugt Erlebnisse und Erinnerungen, die es erlauben neues Wissen nachhaltig zu erlernen. Schlüsselfaktoren zur Nachhaltigkeit sind die positiven Emotionen, welche durch das spielerische Element erzeugt werden und die Einbeziehung der diskutierten Lernstrategien in das Design des Game-Based-Trainings.

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Christian Dubs, CEO

Christian Dubs, CEO

Christian ist ausgebildeter Chemiker und von Natur aus Tüftler. Seine Stärke liegt darin, strategische Veränderungsprozesse anzustossen und nachhaltig umzusetzen. Aktuell bildet sich Christian im Bereich Advanced Analytics, Big Data und Digital Transformation weiter.

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Game-Based-Training wird seit Jahrhunderten für die Wissensvermittlung angewendet. Die frühesten Beispiele für Game-Based-Training wurden für die Ausarbeitung von Szenarien-Planung in der militärischen Strategieausbildung im Mittelalter

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